Haus des Gastes
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Höhlen

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Auch die Unterwelt der Fränkischen Schweiz zieht Jahr für Jahr tausende in ihren Bann. Im Laufe der Jahrmillionen, hat sich das Wasser einen Weg durch die Felsbänke der Fränkischen Schweiz gebannt. Durch Kalklösung und Erosion, formte das Wasser eine Vielzahl an unterirdischen Hohlräumen. Drei dieser Höhlen sind bekannt und können auch in Form von Schauhöhlen besucht werden (Teufelshöhle, Binghöhle, Sophienhöhle).

Darüber hinaus gibt es aber noch eine Vielzahl von großen und kleinen unerschlossenen Höhlen, die ihnen auf Wanderungen durch die Fränkische Schweiz begegnen werden. Um eine große unerschlossene Höhle zu besuchen, sollten sie sich immer von einem professionell ausgebildeten Höhlenführer führen lassen. Zum einen sind Naturhöhlen sehr sensibel und müssen in ihrer Erhaltung geschützt werden. Zum anderen, ist der Besuch einer unerschlossenen Höhle mit vielfältigsten Gefahren verbunden.

Ein professioneller Höhlenführer ist in der Lage, die Interessen der Natur zu berücksichtigen und die Tour für Besucher als sicheres, und informatives Erlebnis zu gestalten.

Anbieter für Ihre Höhlentouren:
Leinen Los - Der Outdoorveranstalter der Fränkischen Schweiz
VERTICAL TOURS GbR

Wann und Wie entstanden Höhlen?

Die Grundlage unserer Höhlen ist bereits vor ca. 155 Millionen Jahren, nachdem das damals vorhandene tropisch warme Schelfmeer sich zurückgebildet und das kalte und kalkreiche Tiefenwasser der Tethys mit dem warmen Schelfmeer vermischt hat, entstanden. Da das kalte Wasser mehr gelösten Kalk als das warme Wasser enthält, kam es zur Bildung von Kalkschlamm, den sogenannte Werkkalk, der untersten Stufe des Weißen Jura.

Wenn das Wasser chemisch rein wäre, würden sich keine Höhlen bilden. Wenn das Wasser aber Kohlensäure mit sich führt, wie Sprudel im Mineralwasser, kann dieses den Kalkstein auflösen, den es auf dem Weg durch das Gestein vorfindet. Tropfen für Tropfen rinnt das Wasser durch die engen Ritzen, oft weniger als einen halben Meter pro Tag. Neben der chemischen Reaktion gibt es auch eine mechanische Kraft, die das Wasser entwickelt und so auch Hohlräume bildet. Am besten zu beobachten bei den Höhlenflüssen. Auch die Binghöhle bei Streitberg gehört zu den ehemaligen Flußhöhlen.

Für viele Menschen sind Höhlen etwas faszinierendes, aber auch Stätten mit Dunkelheit und Gefahren. Die meisten Höhlen sind kühl und feucht, und trotzdem gibt es immer wieder Menschen, die sich gerade für die Welt im Dunkeln begeistern. Auch die Unterwelt der Fränkischen Schweiz zieht Jahr für Jahr tausende in ihren Bann.

Einer der ersten und bekanntesten Höhlenforscher war der aus Uttenreuth bei Erlangen stammende Theologe Johann Friedrich Esper, nachdem auch die gleichnamige Höhle bei Leutzdorf benannt ist. Besondere Verdienste erwarb er sich um 1770 mit der Erforschung der Zoolithenhöhle. Weitere Forscher, unter anderem Rosenmüller und Goldfuß, haben mit ihren Berichten dazu beigetragen, dass das damalige Muggendorfer Gebirg über die Grenzen Deutschland bekannt und die „Fränkische Schweiz“ so wurde sie später umbenannt,  für den Tourismus geöffnet wurde.

Die Fränkische Schweiz gehört mit über 1.200 registrierten Höhlen mit zum größten Karstgebiet in Deutschland. Die bekanntesten Schau-Höhlen sind die Teufelshöhle bei Pottenstein, die Binghöhle in Streitberg und die Sophienhöhle bei der Burg Rabenstein sowie die Maximiliansgrotte bei Neuhaus an der Pegnitz. Neben den Schauhöhlen können bei geeigneter Ausrüstung auch kleinere, nicht erschlossene Höhlen erkundet werden. Dies sind insbesondere die Rosenmüllerhöhle, die Oswaldhöhle, die Witzenhöhle, und die Wundershöhle alle im Bereich Muggendorf liegend.

Da Naturhöhlen sehr sensibel und empfindlich sind, müssen sie in ihrer Erhaltung geschützt werden. Der Besuch einer unerschlossenen Höhle ist auch mit Gefahren verbunden. Es sollte eine Erkundung der Höhlen daher nur mit fachkundigen Personen erfolgen. Dies trifft im Besonderen auf die größeren Höhlen wie Schönsteinhöhle bei Neudorf sowie auf die Bismarckgrotte bei Rinnenbrunn zu.

In Gößweinstein findet man mit der „Fellner Dolinen-Höhle“  am Breitenberg und dem „Franzosenloch“ bei Etzdorf mit jeweils knapp 100 m eine der tiefsten Schachthöhlen in Nordbayern. Beide Höhlen sind verschlossen und werden nur zu Kontrollzwecken „befahren“.

Weitere bekannte Höhlen im Luftkurort sind die bereits erwähnte Espershöhle sowie die Wassergrotte bei Leutzdorf, die Preussengrotte bei Kohlstein, die Wassergrotte bei Gößweinstein, die Hungenberger Höhle bei Hungenberg, die Helenenhöhle bei der Sachsenmühle,  die Wasserberghöhle bei Gößweinstein und das Hunnenloch bei der Stempfermühle.

Möchten Sie noch mehr über Geologie wissen? Der 6 km lange geologische Rundwanderweg „ Von der Fellner-Doline zur Stempfermühlquelle“ vermittelt Ihnen auf 7 Schautafeln die Entstehungsgeschichte des Jura. Ausgangspunkt des Weges ist der Parkplatz am Friedhof in Gößweinstein.

Haben Sie noch weitere Fragen? Antworten gibt Ihnen gerne hierzu Ferdinand Haselmeier, Gößweinstein, Tel. 09242 402, Mitglied der Forschungsgruppe Fränkischer Karst e.V. 

Öffentliche Schauhöhlen

Bei den im folgenden aufgelisteten Höhlen handelt es sich um Schauhöhlen, die für den Publikumsverkehr besonders vorbereitet wurden. Über Öffnungszeiten, Termine für Führungen oder weitere Veranstaltungen rund um die Höhle besuchen Sie bitte die jewelige Internetseite:

Teufelshöhle in Pottenstein
Binghöhle in Streitberg
Sophienhöhle im Ahorntal

Impressionen

Teufelshöhle
Schöner Barbarossa Teufelshöhle
Elefant Binghöhle
Kristallgrotte Binghöhle
Sahnetorte Binghöhle
Kerzensaal Binghöhle
Barbarossabart mit Gebirgslandschaft
Nixengrotte Binghöhle
Tropfsteingalerie Binghöhle
Adlerschwingen Sophienhöhle
Höhlenkonzert Sophienhöhle
Millionär Sophienhöhle