Haus des Gastes
Burgstraße 6
91327 Gößweinstein
Telefon: 09242 / 456
Telefax: 09242 / 1863
Öffnungszeiten
Email schreiben
Prospektanfrage:
Ihre Anfrage
Ihre Anfrage
Pauschalangebote:
Zum Angebot
Initiates file downloadZum Angebot (PDF)
Veranstaltungskalender:
Zur Übersicht
Zur Übersicht

Felsfreilegung

Felsfreilegung Martinswand, Ludwigshöhe, Aussicht Burg Gößweinstein, Luftbildaufnahme von Gößweinstein, Familienbad Gößweinstein, Höhenschwimmbad Gößweinstein, Reiten in der Fränkischen Schweiz, Bogenschießen, Kajakfahren in der Fränkischen S

Martinswand mehr im Blick von Gößweinstein

Auf Anregung des Verkehrs- und Heimatvereins und der Marktgemeinde Gößweinstein wurde im Herbst 2006 begonnen, die Martinswand freizulegen.

Die Maßnahme verfolgt mehrere Ziele:
Fördern des ursprünglichen Landschaftsbildes der Fränkischen Schweiz und Wiederherstellen der schon früher beliebten Blickbeziehungen rund um Gößweinstein. (Dieser Platz wurde schon damals für Festlichkeiten gerne genutzt.)

Fördern von Pflanzen und Tieren, die offene Felsbereiche, aber auch den kleinräumigen Wechsel von verschiedenen Lebensräumen, z.B. schattige und lichte Plätze, feuchte und trockene Stellen, Felsspalten oder tote Holzstämme brauchen.

Teilbereiche der Fläche sollen so entwickelt werden, dass sie neben dem Nutzen für Landschafts- und Artenschutz im Sinne einer nachhaltigen, regionalen Entwicklung auch unmittelbaren Nutzen für Bewohner und Gäste von Gößweinstein bieten. Die Ideen reichen bis zur Gestaltung eines grünen Klassenzimmers.

Am 25. Juli fand mit den Vertretern der Regierung von Oberfranken, der unteren Naturschutzbehörde in Forchheim, des Naturparkes Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst und natürlich mit der Marktgemeinde Gößweinstein und ihrem Bürgermeister die Abnahme des 1. Bauabschnittes statt.

Insgesamt wurden bisher fast 1450 Arbeitsstunden geleistet, davon konnten 805 Stunden über den Naturpark gefördert und abgerechnet werden, die restlichen Stunden wurden vom Verkehrs- und Heimatverein und sehr viel ehrenamtlicher Arbeit finanziert bzw. bewerkstelligt. Neben den Fachkräften haben Jugendliche aus ganz Deutschland an diesem Projekt mitgewirkt. Sie kamen aus dem Zeltlager des Johannischen Sozialwerkes e.V. auf Gut Schönhof, das in diesem Jahr sein 30jähriges Bestehen feierte. In ihrer Tätigkeit können die Jugendlichen auf große Erfolge im Artenschutz zurückblicken. So haben sich auch durch ihre Arbeit Rote-Liste-Arten wieder eingestellt und sogar solche, die vom Aussterben bedroht sind.

Ludwigshöhe, Aussicht Burg Gößweinstein, Luftbildaufnahme von Gößweinstein, Familienbad Gößweinstein, Höhenschwimmbad Gößweinstein, Reiten in der Fränkischen Schweiz, Bogenschießen, Kajakfahren in der Fränkischen Schweiz, Radfahren in der Fr
Ludwigshöhe, Aussicht Burg Gößweinstein, Luftbildaufnahme von Gößweinstein, Familienbad Gößweinstein, Höhenschwimmbad Gößweinstein, Reiten in der Fränkischen Schweiz, Bogenschießen, Kajakfahren in der Fränkischen Schweiz, Radfahren in der Fr
Ludwigshöhe, Aussicht Burg Gößweinstein, Luftbildaufnahme von Gößweinstein, Familienbad Gößweinstein, Höhenschwimmbad Gößweinstein, Reiten in der Fränkischen Schweiz, Bogenschießen, Kajakfahren in der Fränkischen Schweiz, Radfahren in der Fr

Entsprechend dieser Zielstellung wurden an der Martinswand liegende Totholzbereiche gestaltet, die unzähligen Arten, wie Insekten, Pilzen sowie kleineren und größeren Tieren, von Vögeln bis hin zum Igel, Lebensraum und sogar auch im Winter Nahrung bieten. Es ist kaum zu glauben, aber im Wald findet das Leben seinen Höhepunkt, wenn der Baum gestorben ist. Und immer mehr wird deutlich, dass der Kreislauf Wald ohne ausreichend Totholz nicht dauerhaft funktioniert.

Einen sehr wertvollen Lebensbereich gerade für wechselwarme Tiere, wie Eidechsen, Salamander, Kröten usw. bilden die Lesesteinhaufen, deren Steine beim Wegebau angefallen sind. Solche Haufen sind Erbe unserer Kulturlandschaft, wo gesammelte Steine an den Feldrändern abgelegt wurden. In der Natur kommen sie an Geröllschuttfeldern oder Felskanten und Spalten vor. Diese Lesesteinhaufen sollen in den geologischen Lehrpfad mit einbezogen werden, der rund um Gößweinstein geplant ist.

Das hohe Interesse der vorbeikommenden Wanderer und Bergsteiger und die gute Resonanz bei den Jugendlichen zeigen, dass Natur und Umwelterziehung gefragt sind. Auch die anwesenden Vertreter der Behörden haben deutlich gemacht, dass sie das Projekt weiter fördern möchten. Besonderer Dank gilt neben den Förderern auch den vielen Helfern, vor allem den fünf Grundstückseigentümern, ohne die das Projekt nicht möglich gewesen wäre.

Bei so viel interessanter und schöner Natur ließ es sich Herr Bogner vom Verkehrs- und Heimatverein nicht nehmen, von seinen Führungen durch das angrenzende Naturwaldreservat Wasserberg zu berichten. Schließlich handelt es sich um den Wald mit dem höchsten Eibenvorkommen in Europa, also um eine Perle mitten in der Gemeinde Gößweinstein. Die Martinswand könnte sich hier als ein Tor zum Naturwaldreservat entwickeln, ohne die so bedrohten Lebensräume des Reservates zu beunruhigen.

Der Projektleiter Stephan Lehmann wünscht sich eine Verbindung zwischen Natur und Mensch, denn nur was der Mensch liebt, das schützt er. Und er freut sich natürlich auch über Anregungen und vor allem aktive Mithilfe.

Text: Stefan Lehmann

Kontaktangaben

Projektleiter Stephan Lehmann
Telefon: 09242 / 9181

Forstdienststelle Gößweinstein Herr Stielper
Telefon: 09242 / 204