Haus des Gastes
Burgstraße 6
91327 Gößweinstein
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Hintergrund

Die Anfänge

Die Idee eines Museums gärte schon in der Zeit um 1970, als das ehemalige Mesner- und Schulhaus neben der Basilika einer neuen Nutzung zugeführt werden sollte. Die mit über 100 Figuren größte Sammlung an lebensgroßen Votivpuppen in Franken – bestehend aus Wickelkindern sowie bekleideten Kinder- und Erwachsenenfiguren – war schließlich seit etlichen Jahren aus ihrer ehemaligen Wachskammer verbannt worden und harrte einer würdigen Unterbringung. Zunächst reichte es allerdings nur für ihre schlichte Aufstellung im barocken Mesnerhaus, das dementsprechend auch nur als „Votivkammer“ bezeichnet wurde.

Fränkische Schweiz

Was lange währt ...

Beinahe 40 Jahre später entsteht als Zeichen einer von neuer Pilgerbegeisterung geprägten Zeit im selben Gebäude ein modernes Wallfahrtsmuseum, das den konservatorischen Anforderungen des hochsensiblen Wachsfigurenbestandes gerecht wird. Aber auch andere Votive, d. h. Gaben, die aus einem Gelübde Gott und seinen Heiligen gewidmet wurden, finden ihre Aufnahme, darunter etliche auf historischen Schautafeln angebrachte Silberreliefs des 18. / 19. Jahrhunderts.

Neben dem Votivwesen ist die Kirche des berühmten Barockbaumeisters Balthasar Neumann ein weiteres direkt mit Gößweinstein verbundenes Thema der Dauerausstellung. Weitere Bereiche betreffen die Geschichte der christlichen Wallfahrt, die großen Pilgerziele, Jerusalem, Rom und Santiago, und bestimmte, mit Gnaden versehene Frömmigkeitsformen wie Rosenkranz- und Kreuzwegbeten.

Nicht zuletzt ist Pilgern ein menschliches Phänomen. Die Ausstellung setzt deshalb auch Schlaglichter auf Pilgerfahrten der Buddhisten, Hindus, Muslime...

Das Konzept des Museums geht freilich über den Rahmen der eigenen „vier Wände“ hinaus. So sollen längerfristig auch die Flurdenkmäler und Kapellen an den Wallfahrtswegen als museale „Außenstellen“ eingebunden werden.

Wallfahrtsmuseum Gößweinstein, Fränkische Schweiz

Sommer 2008

Siebenhundert Jahre nach der urkundlichen Erstnennung der Kirche von Gößweinstein erhält Gößweinstein ein Museum, das seiner Bedeutung als wichtigstem Wallfahrtsziel der Fränkischen Schweiz und bedeutendstem Dreifaltigkeitswallfahrtsort Deutschlands gerecht wird.

Das neue Wallfahrtsmuseum liegt eingebettet im Heiligen Bezirk, in engster Nachbarschaft zur großartigen Barockkirche Balthasar Neumanns im Herzen der Marktgemeinde und wird ein wesentlicher Impulsgeber im regionalen Entwicklungskonzept sein, welches von der Europäischen Gemeinschaft durch LEADER gefördert wird.

LEADER = Liaison entre actions de développement de l'économie rurale, d. h. Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft.

Die zeitgemäße Devise „Vernetzung“ auf die kleinteilige und vielgestaltige Region der Fränkischen Schweiz anzuwenden, bietet sich an und für Gößweinstein einmal mehr, da es als Wallfahrtsziel das Zentrum eines Netzes von über 160 Ortschaften ist, die z. T. schon seit Jahrhunderten ihre Gruppen entsenden: Die Geschichte der Wallfahrt nach Gößweinstein ist auch die Geschichte dieser Ortschaften aus Oberfranken, Unterfranken und der Oberpfalz. Sie sollen sich ebenfalls in der Ausstellung oder mittels Sonderveranstaltungen wiederfinden.

Das Museum präsentiert in historischem Gemäuer eine moderne Dauerausstellung mit Video- und Audiostationen auf zwei Geschossen. Eine dritte Etage ist Sonderausstellungen gewidmet. Das Themenspektrum spannt sich dabei von regionalen Wallfahrten über die traditionellen, großen christlichen Pilgerziele, bis zum Pilgern in anderen Religionen. Der angegliederte, aber auch vom Museum gesondert zu besuchende „Basilika-Laden“ bietet einschlägige Literatur zum Thema sowie Devotionalien, Souvenirs u. a.

Motiv des Gößweinsteiner Gnadenbildes
Detailansicht Krone