Haus des Gastes
Burgstraße 6
91327 Gößweinstein
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Konzept

Die Ausstellung beginnt mit einer ins Thema visuell und akustisch einstimmenden Passage. Der folgende Raum liefert eine Definition zu Wallfahren und Pilgern und visualisiert die religiösen Reisen als multireligiöses Phänomen. Informationen zu Wallfahren und Pilgern der fünf Weltreligionen sind über einen Monitor abrufbar.
Der nächste Raum ist der Geschichte der christlichen Wallfahrt gewidmet. In das Band der Zeitleiste eingeordnet sind betreffende Exponate, u. a. drei Vitrinen zu den großen Fernpilgerzielen Jerusalem, Rom und Santiago.
In der nächsten Abteilung erfährt der Besucher über die Bedeutung und Vielfalt von Votivgaben. Der größte Ausstellungsraum in Erdgeschoss ist vor allem den berühmten Wachs-Votivfiguren von Gößweinstein gewidmet.
Für die Zeit Mitte 19. bis Mitte 20. Jahrhundert waren die lebensgroßen bekleideten Wachsvotivmenschen eine Eigenart fränkischen Votiv- und Wallfahrtswesens. In Gößweinstein hat sich mit über 100 Exemplaren der größte Bestand dieser Figuren erhalten.
Über zwanzig wurden mitsamt ihren originalen Vitrinen restauriert. Eine zusätzliche Box für jeden Votivkasten schafft konservatorische Sicherheit und ermöglicht die Imitation der historischen „Stapelung“ in der Ausstellung.
Im Mansardgeschoss folgen weitere Votivgaben: auf beschnitzen Schautafeln montierte Silberreliefs, verschiedene Votivbilder und Fotos von Großvotiven aus der oberfränkischen Landschaft, die einen Bezug zu Gößweinstein haben.
In der Abteilung „Seelenheil“ trifft man auf Ablass und Reliquien als Wallfahrtsmotivationen sowie Rosenkranz und Kreuzweg als Bestandteile des Wallfahrens.
Zur Eröffnung des Museums wird der älteste Ablass für die Gößweinsteiner Pfarrkirche (1511) im Original ausgestellt sein. Später wird im Museum die großformatige Urkunde als Fotografie zu sehen sein.
Eine Lourdesgrotte, gebaut von Mitgliedern des Gößweinsteiner Krippenbauvereins, knüpft an das Rosenkranzbeten und die frühe örtliche Rezeption des großen französischen Wallfahrtsortes an.
Der nächste Raum bietet dem Ausstellungsbesucher einen Einblick in die regionalen Wallfahrten. Mit acht Wallfahrtsstätten ist ein Querschnitt verschiedener Wallfahrtstypen auf einer Bamberger Hochstiftskarte von 1720 verortet. Deutlich wird hier die enge Nachbarschaft von Katholiken und Protestanten in der Fränkischen Schweiz, die immer wieder zu Differenzen, aber auch zu Austausch führte. Die Wallfahrtsorte, Bamberg, Vierzehnheiligen, Marienweiher, Unterweilersbach, Hollfeld, Hallerndorf, Pinzberg sind über Videostationen zu erfahren. Der Station Gößweinstein bietet über einführende Informationen hinaus einen Kurzfilm über die Gößweinsteiner Wallfahrt.
Die anschließende Abteilung ist ganz der Gößweinsteiner Wallfahrt gewidmet. Im Zentrum stehen das Gnadenbild und die Mirakelpublikationen des Pfarrers Adam Peter Vogel. In Kopien aus den Wunderberichten des 18. Jahrhunderts darf der Ausstellungsbesucher blättern und lesen. Auf textiler Raumbegrenzung begleitet ihn dabei die Visualisierung einer Gößweinsteiner Prozession aus dem 19. Jahrhundert.
Der letzte Raum stellt die barocke Basilika und ihre Protagonisten vor. Neben dem berühmten Architekten Balthasar Neumann ist hier vor allem der energische Pfarrer Johann Eberhard Dippold zu nennen, ohne dessen Bemühungen die bedeutendste Kirche der Fränkischen Schweiz wohl nicht zustande gekommen wäre. Sieben farbige Entwürfe auf Karton dokumentieren die 1927/1928 entstandenen barockisierenden Deckengemälde von Waldemar Kolmsperger senior und junior.